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Personal finden ohne Agentur: Tipps für Hotels und Restaurants

Fachkräfte zu finden und zu halten gehört zu den grössten Herausforderungen für Hotels und Restaurants. Saisonale Spitzen, anspruchsvolle Arbeitszeiten und der Wettbewerb um qualifiziertes Personal machen die Suche aufwendig. Viele Betriebe greifen deshalb auf Vermittlungsagenturen zurück, die allerdings Gebühren verlangen und Distanz zwischen Arbeitgeber und Kandidat schaffen. Es geht auch direkt. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie als Arbeitgeber Personal ohne Agentur gewinnen, was ein gutes Inserat ausmacht und wie Sie Mitarbeitende langfristig binden.

Warum direkte Rekrutierung sinnvoll ist

  • Kosten: Keine Vermittlungsgebühren, die oft einen Teil eines Jahreslohns ausmachen.
  • Schnelligkeit: Bewerbungen gehen direkt bei Ihnen ein, Sie entscheiden ohne Zwischenstufen.
  • Persönlicher Kontakt: Sie lernen Kandidaten von Anfang an selbst kennen.
  • Passung: Sie präsentieren Ihren Betrieb in Ihren eigenen Worten.
  • Kontrolle: Sie bestimmen Inhalt, Zeitpunkt und Kanäle Ihrer Ausschreibung.

Das Inserat: Was Bewerber sehen wollen

Ein gutes Inserat beantwortet die wichtigsten Fragen schnell. Stellensuchende im Gastgewerbe achten besonders auf:

  • Funktion und Aufgaben: Was genau machen die Mitarbeitenden?
  • Pensum und Arbeitszeiten: Vollzeit, Teilzeit, geteilte Dienste, Wochenende.
  • Anstellungsart: Unbefristet, saisonal, Aushilfe. Bei Saisonstellen: Sommer oder Winter, Beginn und Ende.
  • Lohn: Angaben zu Lohn oder Lohnband schaffen Vertrauen und erhöhen die Zahl der Bewerbungen.
  • Unterkunft und Verpflegung: Ob Sie ein Zimmer anbieten, ob es kostenlos ist und was abgezogen wird.
  • Standort: Ort, Anreise, Umgebung.
  • Anforderungen: Nicht zu lang, nicht zu streng. Zu viele „Muss“-Kriterien schrecken ab.
  • Vorteile: Teamkultur, Weiterbildung, Mitarbeiteressen, Personalrabatte, Freizeitangebote.

Auf hotelgastrojobs.ch können Sie diese Angaben strukturiert eintragen. Saisonstellen werden mit Sonnen- oder Schneeflockensymbol gekennzeichnet, Angebote mit Unterkunft mit einem Bett-Symbol. So fallen Ihre Inserate Suchenden sofort auf.

Stellen auf drei Wegen aufgeben

Bei uns gibt es drei Wege, eine Stelle aufzugeben: per Link zu Ihrer Karriereseite, durch Upload eines PDFs oder Fotos des Inserats oder über ein Formular. Wählen Sie, was am besten zu Ihrem Alltag passt. Starten Sie direkt hier: Stelle ausschreiben.

Gute Fotos und eine klare Sprache

Bilder von Küche, Team, Zimmer und Umgebung erhöhen die Aufmerksamkeit. Zeigen Sie echte Eindrücke statt anonymer Stockfotos. Schreiben Sie in einer einfachen, freundlichen Sprache. Vermeiden Sie Floskeln wie „dynamisches Umfeld“ und beschreiben Sie stattdessen, was Mitarbeitende wirklich erwartet: „Wir sind ein Team von zwölf Personen und kochen frisch mit regionalen Produkten.“

Weitere Kanäle nutzen

  • Eigene Website: Eine Karriereseite mit aktuellen Stellen und Kontaktmöglichkeit.
  • Social Media: Kurze Einblicke in den Alltag, Beiträge zu Teamerlebnissen und Stellenanzeigen.
  • Mitarbeiterempfehlungen: Zufriedene Mitarbeitende empfehlen Bekannte. Eine kleine Prämie kann das fördern.
  • Ehemalige Saisonmitarbeitende: Wer gute Erfahrungen gemacht hat, kehrt oft zurück. Pflegen Sie den Kontakt.
  • Schulen und Verbände: Hotelfachschulen, Berufsschulen und Branchenverbände helfen bei der Suche.
  • Persönliche Netzwerke: Kontakte zu Kollegen, Lieferanten und Gästen.

Der Bewerbungsprozess: schnell und wertschätzend

Gute Kandidaten sind oft nur kurz auf dem Markt. Antworten Sie innerhalb weniger Tage, auch bei Absagen. Bieten Sie kurzfristige Gespräche an, per Video oder Telefon, wenn die Anreise weit ist. Laden Sie zu einem Schnuppertag ein und erklären Sie Ablauf, Dauer und Entschädigung. Klare Kommunikation zeigt Respekt und stärkt Ihr Image als Arbeitgeber.

Fairer Vertrag und klare Bedingungen

Halten Sie die Vorgaben des Landes-Gesamtarbeitsvertrags ein und führen Sie Lohn, Pensum, Arbeitszeiten und Kost und Logis im Vertrag sauber auf. Prüfen Sie bei ausländischen Bewerbenden die Arbeitsbewilligung und melden Sie die Anstellung rechtzeitig an. Transparenz schafft Vertrauen und verhindert Konflikte.

Einarbeitung: Die ersten Wochen entscheiden

  1. Bereiten Sie den ersten Tag vor: Arbeitskleidung, Spind, Zimmerschlüssel, Dienstplan.
  2. Bestimmen Sie eine Ansprechperson für die ersten Wochen.
  3. Erklären Sie Abläufe, Hygienekonzept, Sicherheitsregeln und Kassensysteme.
  4. Führen Sie nach einer Woche und nach einem Monat ein kurzes Feedbackgespräch.
  5. Stellen Sie das Team vor und binden Sie neue Mitarbeitende in Teamanlässe ein.

Mitarbeitende halten

Die beste Rekrutierung ist, dass Mitarbeitende gar nicht erst gehen. Wertschätzung, planbare Dienste, faire Entlöhnung und Entwicklungsmöglichkeiten sind Schlüssel zur Bindung. Bieten Sie Weiterbildungen an, ermöglichen Sie Verantwortung und hören Sie zu. Kleine Gesten wie gemeinsames Essen, faire Trinkgeldregelungen oder ein freier Tag zum Geburtstag stärken den Zusammenhalt. Bei Saisonstellen lohnt es sich, Perspektiven für die nächste Saison aufzuzeigen.

Fazit

Wer direkt rekrutiert, spart Kosten, gewinnt Zeit und baut persönliche Beziehungen auf. Ein klares, ehrliches Inserat, ein schneller Prozess und faire Bedingungen machen Ihren Betrieb für Fachkräfte attraktiv. Veröffentlichen Sie Ihre nächste Stelle direkt auf hotelgastrojobs.ch und erreichen Sie Bewerbende ohne Umwege: Jetzt Stelle ausschreiben.

Häufige Fragen

Wie schnell sollte ich auf Bewerbungen antworten?

Möglichst innerhalb von zwei bis drei Arbeitstagen. Gute Kandidaten bewerben sich oft bei mehreren Betrieben gleichzeitig.

Soll ich den Lohn im Inserat nennen?

Ja, es erhöht die Zahl und Qualität der Bewerbungen. Auch ein Lohnband oder der Hinweis auf den L-GAV schafft Vertrauen.

Wie lange sollte ein Inserat online sein?

So lange, bis die Stelle besetzt ist. Bei Saisonstellen empfiehlt sich ein frühzeitiger Start im Spätsommer oder Frühjahr.

Was kostet das Inserieren auf hotelgastrojobs.ch?

Informationen zum Inserieren finden Sie auf der Seite „Stelle ausschreiben“. Dort sehen Sie auch die drei Möglichkeiten der Stellenaufgabe.